Idee spicy
spicy ist aus dem Wunsch entstanden, die Villa Schnell und ihren historischen Park in Burgdorf als lebendigen Ort für Begegnung, Austausch und Kultur mitzugestalten. Im Rahmen des Projekts «Ideengarten Villa Schnell» haben wir die Möglichkeit erhalten, eine Idee zu testen, die uns schon länger beschäftigt: Was passiert, wenn zeitgenössische Kunst ganz selbstverständlich Teil des Alltags wird?
Im historischen Gärtnerhaus möchten wir mit spicy einen kleinen, unabhängigen Ausstellungsraum für Gegenwartskunst etablieren. Der Raum misst gerade einmal zwölf Quadratmeter – klein in der Fläche, aber mit viel Potenzial.
Dank der grossen Fensterfronten ist der Raum Tag und Nacht von aussen einsehbar. Kunst kennt hier keine Öffnungszeiten. Wer durch den Park spaziert, kann jederzeit einen Blick hineinwerfen, stehen bleiben, entdecken und sich überraschen lassen.
Derzeit befindet sich spicy in einer Testphase. Ob der Raum über 2026 hinaus bestehen bleibt, ist noch offen. Umso mehr freuen wir uns über alle, die vorbeischauen, mitdenken und mitreden. Denn spicy lebt von Neugier, Austausch und Beteiligung.
Diese Website ist Teil davon. Sie begleitet die Ausstellungen mit Hintergrundinformationen, Kunstvermittlungs-Inputs und Einblicken in die gezeigten Arbeiten. Über interaktive Elemente und QR-Codes können Besucherinnen und Besucher ihre Gedanken, Fragen und Ideen teilen – jederzeit und ganz unkompliziert. So wird aus einem Schaufenster ein Gesprächsfenster.
spicy ist ein Projekt des Vereins c.A.R.T. und wird von Simon Kübli und Manuela Brügger kuratiert. Gemeinsam möchten wir einen offenen Kunstort schaffen, der zum Verweilen, Nachdenken und Mitgestalten einlädt.
Als Teil des Parks der Villa Schnell verbindet spicy Natur und Gegenwartskunst. Ein kleiner Raum mit einer grossen Frage: Welche Würze braucht Burgdorf? Wir laden Sie herzlich ein, dies mit uns herauszufinden.
Wer ist c.A.R.T.?
c.A.R.T. (collaborative Art-based Research Tool) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Burgdorf. Der Verein fördert zeitgenössische Kunst, initiiert und realisiert Kunstprojekte und versteht sich als Plattform für kollaborative und forschende künstlerische Prozesse.
Seinen Anfang nahm c.A.R.T. im vergangenen Jahr mit dem Projekt «Villa Schnell – Research on Garden DNA», in dem bereits zentrale Fragen zu Ort, Zusammenarbeit und künstlerischer Forschung im Zentrum standen.
Seitdem entwickelt der Verein Projekte, die Kunst als offenen Denk- und Handlungsraum verstehen – situativ, experimentell und im Austausch mit ihrem jeweiligen Kontext.
Die Kurator*innen
Manuela Brügger
*Manuela Brügger (1983) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Kuratorin. Sie absolvierte 2004 den eidgenössisch anerkannten Abschluss in Fine Arts an der École Cantonale d’Art du Valais in Sierre und erwarb 2008 den Bachelor of Arts in Vermittlung von Kunst und Design an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).
In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie mit Malerei, Skulptur und installativen Formaten. Ein besonderer Fokus liegt auf partizipativen Projekten, die in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen entstehen. Dabei untersucht sie Prozesse des gemeinsamen Gestaltens sowie Fragen von Wahrnehmung, Teilhabe und sozialem Raum.
Ihre Arbeiten entstehen sowohl in ihrem Atelier im Gärtnerhaus der Villa Schnell als auch im öffentlichen und sozialen Kontext und verbinden materielle, prozessuale und kollaborative Ansätze.
Simon Kübli
Nach Anfängen in der Malerei verlagerte sich der Schaffens-Schwerpunkt von Simon Kübli auf Dreidimensionales und Installationen. Raum, Präsenz und Vergänglichkeit – die Erfahrung von Materiellem und Immateriellem sind immer wiederkehrende Themen. In den letzten Jahren hat er vermehrt auch Video, Ton und Licht eingesetzt. Arbeiten mit Sprache und Schrift ziehen sich durch sein ganzes Schaffen. Simon Kübli engagiert sich im Team des s11 in Solothurn und im Verein c.a.R.T. und kuratiert seit über zehn Jahren Ausstellungen. Er hat sein Atelier in Burgdorf.
Die Villa Schnell und ihr Park
1866/67 erbaute der aus einer grossen Burgdorfer Familiendynastie stammende Unternehmer Franz Schnell am Westrand der Stadt Burgdorf eine herrschaftliche Villa in einem englischen Landschaftsgarten, inspiriert von französischen Vorbildern des 17. und 18. Jahrhunderts. Zum Ensemble gehören auch das Garagen- und Gärtnerhaus sowie der Gartenpavillon im Park. Dort pflegte er mit seiner Familie einen herrschaftlichen Lebensstil. Mit der Gründung einer grossen Export-Bierbrauerei übernahm er sich allerdings finanziell. Als er 1888 starb, ging das Schnell’sche Familienunternehmen bankrott.
Später wurde die Villa zeitweise als Hotel und danach als Aussenstation der JVA Hindelbank genutzt.
nach: Schloss Burgdorf / Sonderausstellungen / Familie Schnell
Die Förderstellen von spicy
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